Kürzlich las ich mit den Kindern das Wunder von Narnia. Das Buch enthält einige interessante Parallelen zum christlichen Glauben. Auf eine Parallele möchte ich heute kurz eingehen.
Nachdem Digory seinen Auftrag erfolgreich ausgeführt hatte und der Apfel gepflanzt war, wendete Aslan die Aufmerksamkeit aller auf das Königspaar Frank und Helen. Seit dem Digory und Polly die beiden das letzte mal gesehen hatten, war eine deutliche Veränderung mit ihnen vorgegangen:
Erst jetzt entdeckten die Kinder die beiden. Sie trugen fremdartige , herrliche Gewänder. Vier Zwerge trugen die Schleppe des Königs, vier Flussnymphen die der Königin. Ihre Häupter waren bloß; doch Helen hatte ihr Haar gelöst und sah jetzt viel schöner aus. Überhaupt wirkten die beiden inzwischen völlig anders, aber das lag weder am Haar noch an den Gewändern. Nein, ihre Gesichter hatten sich verändert. Vor allem das des Königs. Die ganze Schärfe, die Bauernschläue und die Streitbarkeit, die er sich als Londoner Droschkenkutscher angeeignet hatte, waren wie weggeblasen, und nun traten sein Mut und seine Güte klar zu Tage, Eigenschaften, die er schon immer besessen hatte. Vielleicht lag das an der Luft dieser jungen Welt, vielleicht auch an den Gesprächen mit Aslan, vielleicht auch an beidem.
Das Wunder von Narnia, S. 157-158.
Lewis beschreibt hier, was mit Menschen passiert, die sich in der Nähe Aslans befinden und mit ihm Gemeinschaft haben: Sie werden verändert. Die negativen Eigenschaften des Kutschers verblassten und die positiven traten um so klarer hervor. Genau dies geschieht mit Menschen, welche die Nähe Jesu suchen. Sie werden nach und nach in das Ebenbild Jesu verändert. Diese Veränderung ist häufig nicht sofort zu bemerken, sondern das Ergebnis eines längeren Prozesses. Die Gemeinschaft mit Jesus prägt und verändert nachhaltig.
