Ich empfehle das Interview, welches Alexander Kalomizov vor ca. 4 Jahren mit John MacArthur führte. Mich hat tief beeindruckt, welchen Stellenwert das Wort Gottes in seinem Leben und Dienst hatte. Beim Hören notierte ich wertvolle Gedanken. Das gesamte Interview ist auf Englisch und Russisch verfügbar.
Notizen
Er verließ sich auf keine Wachstumsprogramme oder dergleichen, sondern nur auf das Wort Gottes.
Er nahm sich nichts anderes vor, als das Wort Gottes durch Auslegungspredigten zu verkündigen.
Er predigte im Verlauf von 35 Jahren durch das gesamte NT.
Im Moment der Predigt achtete MacArthur nicht darauf, was Kritiker sagen könnten. Er dachte nur daran, dem Wort Gottes gegenüber treu zu sein.
Er war einer der Autoren der Chicago Erklärung zur Irrtumslosigkeit der Bibel.
Er war bereit seine Überzeugung anhand der Schrift korrigieren zu lassen.
MacArthur war der Überzeugung, dass das einzige Rezept gegen Liberalisierung das Wort Gottes ist. Die Lüge muss mit der Wahrheit bekämpft werden. Die Auslegungspredigt ist in der Gemeinde in besonderer Weise dazu geeignet, die Wahrheit Gottes zu verbreiten und Menschen davon zu überzeugen.
Zitate
Auf die Frage, welche Ziele er sich am Anfang seines Dienstes gesetzt hatte:
„Seit Beginn meines Dienstes konzentrierte ich mich auf meine Anstrengungen und nicht auf das Ergebnis, da ich davon überzeugt bin, dass ich keine großen Ergebnisse hervorbringen kann. Ich kann die geistliche Arbeit nicht verrichten, es ist der Heilige Geist, der diese Arbeit verrichtet. Die Arbeit der Erlösung, die Arbeit der Heiligung, die Arbeit der Erleuchtung, um die Schrift zu verstehen. Ich bin nur der Botschafter und Gott ist es, der die Herzen verändert. Ich plante nie einen bestimmtes Wachstum oder ein bestimmtes Ergebnis. Es gab nur eine Sache, für die ich mich entschied, nämlich das Wort Gottes auslegend zu lehren.“
„Die Strategie des Teufels ist es, die Gemeinde von innen zu schwächen. Er möchte sie moralisch schwächen, indem die Pastoren in Sünde leben und dies verheimlichen. Er möchte sie in ihrer Lehre schwächen, indem die Predigten emotional sind und der gesunden Lehre entbehren. Er möchte sie durch Leiter schwächen, die kraftlos sind.“
„Jeder geistliche Kampf, ist ein Kampf der Wahrheit gegen gottlose Ideen.“
„Ich möchte keine falschen Aussagen davon weitergeben, was Gott gesagt hat. Ich möchte nicht sagen „das sagt Gott“, wenn Gott es nicht gesagt hat. Ich möchte nur das lehren, was ich genau weiß, deshalb verbringe ich soviel Zeit mit dem Studium [der Schrift].“
Über die Beziehung zu Christen aus anderen Denominationen:
„Ich soll alle annehmen, die Christus angenommen hat. Denn wenn ich einen Bruder im Glauben annehme, nehme ich Christus an. So hat es Christus selbst gesagt. Ich kann die nicht abschneiden, die zu Christus gehören.“
Auf die Frage, was die größte Gefahr für die Gemeinden in Amerika ist:
„Der Mangel an Unterscheidungsfähigkeit.“
