Hier ist der Fels, alles andere ist Sand

Ich lese aktuell mit großer Freude das Buch „Die Autorität der Bibel“ von Tim Chester. Im vierten Kapitel zitiert er den früheren Bischof von Liverpool, J.C. Ryle:

Die oberste Autorität der Bibel ist, mit einem Wort, einer der Eckpfeiler unseres Systems. Zeigt uns irgendetwas, das klar und deutlich in diesem Buch geschrieben steht, und wir werden es annehmen, glauben und uns ihm unterwerfen, auch wenn es für uns Menschen aus Fleisch und Blut schwierig ist. Zeigt uns irgendetwas als Religion, das diesem Buch widerspricht, und wir werden es um keinen Preis befolgen, wie fadenscheinig, plausibel, schön und scheinbar wünschenswert es auch sein mag. Es mag uns von Vätern, Schulmännern und katholischen Schriftstellern bestätigt werden; es mag von der Vernunft, der Philosophie, der Wissenschaft, dem inneren Licht, dem prüfenden Vermögen, dem allgemeinen Gewissen der Menschheit empfohlen werden. Es hat nichts zu bedeuten. Gebt uns lieber ein paar einfache Texte. Wenn die Sache nicht in der Bibel steht, aus der Bibel ableitbar ist oder in offensichtlicher Übereinstimmung mit der Bibel steht, wollen wir nichts davon wissen. Wie die verbotene Frucht wagen wir es nicht, sie zu berühren, um nicht zu sterben. Unser Glaube kann nur in der Bibel oder in biblischen Argumenten einen Halt finden. Hier ist der Fels, alles andere ist Sand.

Chester, Die Autorität der Bibel, Bad Oeyenhausen: Verbum Medien, S. 24-25.