Siegfried Kettling denkt in seinem Buch „Du gibst mich nicht dem Tode preis“ über den Vers aus 1. Thess. 4,17b nach. Dort heißt es: und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit. Kettling führt einige Männer des Glaubens an, was sie über die Ewigkeit und passend zu diesem Vers aussagten. Adolf Schlatter berichtete z.B. über seinen Vater:
Dem Sterben meines Vaters gingen lange Wochen voran, in denen er nicht mehr aufstehen konnte und seine Kraft langsam verging. Als die Mutter in dieser Zeit einmal den Vers von den «goldnen Gassen» sprach, antwortete er: «Es verlangt mich nicht nach diesem Plunder, aber danach verlangt mich, am Hals des Vaters zu hängen» (Luk. 15,20). […] Der berühmte Sohn fügt dann hinzu: «Meine Theologie hat mir nichts anderes verschafft, als was der Vater sterbend ausgesprochen hat; aber ich denke, das ist genug.»
Kettling, Du gibst mich nicht dem Tode preis: Biblisch-theologische Grundlegung und persönliche Erfahrung, 2. Aufl. Wuppertal und Zürich: R. Brockhaus Verlag, 1990, S. 123.
Etwas weiter zitiert er Kurt Heimbucher, der zu einem jungen Freund sagte:
Junge, wenn’s auf Hauen und Stechen geht, dann hilft nur der CHRISTUS FÜR UNS!
Ebd. S. 123.
Theodor Zahn hatte vor seinem Sterben einen Traum und ein Kollege berichtete davon:
Er schaute, wie ihm aus der Ewigkeit seine Frau entgegenkam; da rief er ihr zu: «Zuerst Christus! Zuerst Christus!»
Ebd. S. 124.
Abschließend schreibt Kettling:
Gott wird für mich «alles in allem». Damit ist im Grunde alles gesagt! Was jetzt noch folgt, kann nur Anhang sein, Fußnote, Anmerkung. Was jetzt noch kommt, kann nur das «Einwickelpapier» sein, in das Gott dies kostbare Geheimnis der Gottesgemeinschaft einhüllt, kann nur das sein, was uns obendrein noch «zufällt» (Mat. 6,33).
Ebd. S. 125.
Auf der neuen Erde geht es vor allem um Jesus! Gottes Anwesenheit macht den Himmel zum Himmel. Die Gemeinschaft mit Ihm wird die größte Freude der Kinder Gottes sein. Das wird sie vollkommen erfüllen. Johannes schreibt in Offenbarung 21,3: Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Himmel sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen; und sie werden seine Völker sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott.
Darauf darf ich mich vor allem freuen: Auf die vollkommene, erfüllende und unmittelbare Gemeinschaft mit Gott!
